postkarte_21910 erbaute die Witwe Elisabeth Kretzer das Haus in der Wilhelmstraße. Dieses umfasste neben dem Wohnraum auch Stallungen. Ihr Sohn Ludwig Kretzer betrieb eine kleine Bäckerei in den Räumlichkeiten. Bereits 1912 wurde dem Bäckermeister Ludwig Kretzer eine Konzession zum Ausschank von Kaffee usw. erteilt. Aus einem Umbau zuvor entstanden ein Kaffeezimmer, ein Verkaufsladen und eine Küche. Die Stallungen blieben bis 1960 erhalten. Der Laden sowie das Kaffeezimmer befanden sich in den Räumen des heutigen Restaurants.

postkarte_41926 wurde eine Konzession zum Ausschank von Bier erteilt. Ludwig Kretzer war stets an der Erweiterung des Geschäftes interessiert. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurden seine Söhne Ludwig und Heinz Kretzer zum Kriegsdienst eingezogen. Während des Krieges führte Ludwig Kretzer sen. mit seiner Frau und seinen Töchtern (Maria und Elisabeth) das Geschäft unter den gegebenen Umständen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und seinem geleistetem Kriegsdienst verblieb Heinz Kretzer im Saarland. Ludwig Kretzer jun. tat es dagegen seinem Vater gleich und erlernte den Beruf des Bäckers. Nach dem Einstieg in den elterlichen Betrieb und der Heirat mit Marianne Kanand erweitere und modernisierte er die Räumlichkeiten. So kam zuerst die Kegelbahn und Anfang der 60er Jahre wurden die Backstube und die Stallungen umgebaut. Es entstand ein Saal, die Gaststätte sowie Fremdezimmer.

1967 verstarb Ludwig Kretzer sen.. Marianne und Ludwig waren tüchtige Geschäftsleute und so erweiterten sie das Café und Restaurant Kretzer bis weit in die 70er Jahre um einen Anbau an den bestehenden Saal (heutige Größe) und um den Ausbau weiterer Zimmer. Sie führten das Geschäft mit der Hilfe der ganzen Familie und schufen so die familiäre und gastliche Atmosphäre. Die Eheleute, die Eltern dreier Töchter waren (Ursula, Gabriele, Barbara), brachten den Betrieb zur heutigen Größe. Ursula Kretzer die älteste Tochter trat in die Fußstapfen ihrer Eltern und erlernte den Beruf der Hotelfachfrau.

1986 heiratet sie den Elektroanlagen Installateur Heinz-Jürgen Menke. Leider verstarb Ludwig Kretzer bereits 1988 und so führten Marianne und ihre Tochter Ursula, mithilfe ihres Mannes, die Geschäfte weiter. Auch sie waren immer an der Modernisierung des Gebäudes interessiert und bauten z.B. die Hotelzimmer sowie den Saal und das heutige Restaurant um. Ursula und Jürgen sind Eltern zweier Kinder (Christian und Carolin). Nachdem Tod von Marianne 1999 führen Ursula und Jürgen Kretzer-Menke bis heute mit ihrem Team und der Hilfe der ganzen Familie das Landhotel Kretzer.

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